Webseitensysteme

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Immer wieder werde ich von verschiedenen Leuten angesprochen welches System man für seine Webseite nehmen soll. Ich persönlich habe 3 Systeme im Einsatz die mir es ermöglich schnell und einfach neue Inhalte zu stellen bzw. mich einfach mit anderen Usern zu verständigen. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag einmal zeigen welche 3 Hauptsysteme es im Internet gibt und was die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme sind, dazu habe ich mich jeweils für den kostenlosen Führer der jeweiligen Applikation entschieden.

Die 3 Systeme die ich Vorstelle ist zum einen ein Blog, vertreten durch die Software Wordpress, ein Forum, vertreten durch phpbb3 und ein Content-Management-System vertreten durch Joomla.

Inhalt

  1. Blog (Wordpress)
  2. Forum (phpbb3)
  3. Content-Management-System (Joomla)
  4. Welches System soll ich nun wählen?
  5. Linkssammlung

Blog (Wordpress)

Ein Blog ist wohl mittlerweile zu einer der angesagtesten Methoden geworden anderen Leuten seine Themen näher zu bringen. War das ganze Anfangs meist noch Tagebücher in denen die Leute ihr tägliches Tagewerk verfasst haben. Oder einfach nur über die aktuellen Sachen die sie gerade so beschäftigen. Mittlerweile beschäftigen sich viele Blogs mit einem gezielten Thema und berichten etwa über aktuelle Geschehnisse in der Hardware o. Softwarebranche.

Die Vorteile

Die Vorteile eines Blogs liegen klar auf der Hand, zum einen sind die Beiträge im synchronisch geordnet, heißt der neuste zuerst danach die alten Beiträge, zum anderen ist es sehr leicht möglich neue Beiträge zu Verfassen und diese Auszuschmücken. Wordpress bietet außerdem gleichzeitig ein kleines Content-Management-System nach heißt es ist auch möglich einige statische Seiten für die Navigation zu kreieren, meist sind das solche Seiten wie Impressum, Kontakt und Über mich. Auch können die Benutzer jederzeit Kommentare zu den einzelnen Beiträgen abgeben und so einen Beitrag bewerten. Auch ist die Blogsphäre eine der schnellwachsendensten der Welt heißt man findet sehr viele Seite von denen man kostenlos auf seinen Blog verlinken kann, auch Partnerschaften unter den Bloggern schließt man sehr schnell besonders wenn man sich mit einem Thema beschäftigt das vielen Leuten gefällt und Spaß macht.

Die Nachteile

Die Nachteile hängen stark mit den Vorteilen zusammen, die Kommentarfunktion wird nicht nur genutzt um positive Beiträge abzugeben. Meist wird diese eher für Gegenteil genutzt. Das fängt an bei Spamnachrichten, heißt Kommentare die Werbung enthalten, endet bei Beschimpfungen oder gar Drohungen. Deshalb müssen die meisten Blogger irgendwann einsehen, dass man wohl jeder Kommentar freigeben muss um diese Kommentare zu verhindern. Leider sammeln sich besonders bei den Spamnachrichten meist sehr viele pro Tag so das man viel zu viel Zeit mit dem Freigeben als dem Bloggen verbringt. Noch frustrierender ist es dann wenn trotz 100 Spamnachrichten pro Tag keinerlei vernünfiger Kommentar dabei ist.

Erweiterungen (Plugins und Themes)

Für viele Leute ist es besonders wichtig ihren Blog zu erweitern. Das fängt an das man z.B. jeden Blogeintrag statt mit Kommentaren auch mit Sternen die man dem Beirag geben kann bewerten kann. Endet dann bei komplett neuen Funktionen die man so nicht erwartet hätte. Besonders wichtig ist hierbei wie leicht kann man solche Plugins einbinden bzw. selber bauen. Wordpress bietet hierbei zwei wirklich sehr gut durchdachte Konzepte zum einen die Navigation die sich dynamisch durch sogenannten Widgets erweitern lassen zum anderen ist es die tolle Api und der Pluginsordener in dem man dann neue Plugins einfach schiebt, nach einer kurzen Aktivierung in der Admin und falls notwendig dem Hinzufügen des Widgets in die Navigation ist das Plugin aktiv. Die Vorteile hierbei liegen klar auf der Hand, bei einem Update von Wordpress bleiben die Plugins unberührt und man muss nicht den Quelltext der neuen mit der alten Version vergleichen um ein Update zu fahren. Zum anderen gibt es Themes die dafür sorgen das man die Ansicht verändern kann Wordpress setzt hierbei auf php heißt die Themes muss man komplett in php programmieren und mit den entsprechenden Befehlen die Beiträge, Kommentare, Autorenname, etc. einblenden. Dadurch das man die Themes komplett selbst programmieren kann und auch für statische Seiten bestimmte Seitenthemen auswählen kann ist es so möglich sehr komplexe Seiten selbst zu Programmieren, wie z.B. eine Partnerseite in die sich die Leute selbst eintragen können. Oder man kann einen bestimmten Code im Header einbauen der dafür sorgt das die Seitezugriffe genauer protokolliert werden, die Möglichkeiten sind dadurch unbegrenzt. Dadurch, das das Theme allerdings vom anderen Code getrennt ist muss man bei manchen Updates wenn man nicht gerade das Standard-Theme verwendet neuen Quellcode selbst ins Template einbauen, sofern man die neue Funktion nutzen möchte. Alles in allem ist Wordpress aber sehr einfach und sehr gut erweiterbar und besonders mit Plugins die man entweder mit dem neuen Autoupdater dann auch automatisch Updaten und erweitern kann.

Forum (phpbb3)

Foren sind mittlerweile auch zu einem riesigen Trend geworden, egal welche Seite, fast alle haben zusätzlich zu ihrem anderen System noch ein Forum. Foren sind die eleganteste Methode sich mit andern Usern auszutauschen. Meinungen zu tauschen, Probleme zu lösen und auch einfach nur daddeln, das alles kann man in einem Forum machen. Professionelle Foren beschäftigen sich allerdings meist mit einem gezielten Thema und haben dann noch abgetrennte Bereiche damit man auch mal weniger sinnvolle Beiträge verfassen kann. Da man natürlich als Admin sehr viele verschiedene Forenbereiche am Anfang konfigurieren muss, bzw. auch die Rechte der einzelnen User, Mods, etc. festlegen muss dauert die Konfiguration am Anfang sehr langen allerdings sollte man sich immer überlegen wieviele Gruppen man anlegen will und ob sie wirklich alle notwendig sind auch kann man in phpbb3 bestimmte Rechtegruppen erstellen heißt die global eine Richtlinie festlegen. Diese Gruppen sollte man unbedingt nutzen, damit man später falls sich mal eine Regel ändern soll dies nicht in allen Foren einzeln machen muss.

Vorteile

Ein Forum wird meist dann genutzt wenn man ein Thema hat das einem selbst sehr am Herzen liegt man aber nicht alles selbst schreiben möchte bzw. mit anderen Usern diskutieren, oder ihnen helfen möchte, bei einem Themenbereich in dem man sich selbst besonders gut auskennt. Als Admin hat man dann den entscheidenen Vorteil das man nicht mehr alles selbst machen muss, bis auf gelegentlich die Themen anzuheizen oder ab und zu mal mitzudiskutieren. Wenn ein Forum sich dann mal ein paar gute Leute geangelt hat laufen die Diskussionen meist sehr gut von allein.

Nachteile

Die Nachteile sind wieder mal stark mit den Vorteilen verknüpft. Da jeder frei seine Meinung posten kann, neue Topics eröffnen ist man schnell sehr stark überlastet, Abhilfe schaffen dann wieder einmal nur Mods die für einen bestimmten Bereich zuständig sind und einem ein wenig die Arbeit abnehmen. Auch wird meist die Grenze zwischen einer vernünftigen Diskussion und einem Streit überschritten und ist das erst einmal der Fall und man zieht als Admin nicht schnell genug die Handbremse hat man schnell mal ein Forum wie alle anderen indem Leute beleidigt werden. Die Mods anfangen mit den Leuten über Verwarnungen zu diskutieren. Hier sollte man feste Regeln definieren, die man konsequent durchsetzt damit es nicht wie in vielen anderen Foren endet und man wegen einer Frage wie z.B. Wie verhindere ich auf meiner Seite den Backbutton? Wo man sehr schnell eine Belehrung bekommt was man für ein toller Mensch ist weil man dem User seine Funktionen nehmen möchte, dabei hat man nur ein Problem damit das bestimmte Formulare hat die doppelt abgesendet werden. Aber anstatt das die Leute fragen was man für ein Problem genau hat und einem eine alternative vorschlagen müssen sie erst einmal die Leute beschimpfen, solche Sachen sollte man als Admin schnellstmöglich unterbinden und lieber sinnvolle Beiträge machen. Eine weitere Sünde ist das closen eines Threads der noch nicht gelöst ist hier sollte man sich als Admin den Thread nochmal genau durchschauen und echt nur closen wenn er wirklich schon in dieser Form existiert oder wirklich gelöst ist. Falls ein Thread schon existiert sollte man allerdings beim closen unbedingt auf den anderen Thread verlinken weil sonst schnell zuviele Leute über Google auf den Thread stoßen aber nicht wissen wo der andere Thread ist von dem die Rede ist. So wird der Vorteil des Eigenlebens schnell zum anstregenden Verwaltungsaufwand für jeden Forenadmin.

Erweiterungen (Plugins und Themes)

Besonders phpbb ist das wohl am umständlichsten erweiterbare Forum. Im Gegensatz zu Wordpress hat man hier keinen speziellen Pluginsordner. Man muss die Plugins also in den eigentlichen Quelltext, gerade mal der Adminbereich lässt sich mit dem Anlegen von 3 Dateien sehr einfach erweitern. Damit phpbb3 trotzdem updatebar bleibt haben sich die Entwickler etwas sehr cooles überlegt, ein sehr cooles Vergleichstool das die ungeupdatete Version mit der aktuellen mit der neuen Vergleicht und dabei die Änderungen automatisch erkennt und entsprechend den Code einpflegt. Ein weiteres Tool führt dazu das auch Leute die keine Ahnung vom Programmieren haben neue Plugins installieren können, dieses Programm pflegt den neuen Code alleine ein, das funktioniert indem das Programm weiß nach welcher Stelle der neue Code eingepflegt werden muss, sicherer ist es natürlich wenn man das ganze als Programmierer selber macht. Die Themes bestehen bei phpbb3 aus HTML-Code bzw. aus einem eigenen HTML-Code (kommt aufs Theme an) das durch spezielle Tags mit dem Inhalt gefüllt wird. Entscheidender Vorteil ist hierbei natürlich das man das Template auch jemanden machen lassen kann der keine Ahnung vom Programmieren hat und in php schnell mal einen ; nach dem Echo vergisst oder nicht damit zurecht kommt das er echo '

'; machen muss bzw. auch nicht versteht warum ständig ein da ist ob dieser natürlich die im phpbb3-Template versteht bleibt dahingestellt. Auch hier bleibt ist das Vergleichstool ein echte Bereicherung, denn solang man die Standard-Templates anpasst bekommen diese trotzdem alle Updates mit ohne das der eigenen Code verschwindet.

 

Content-Management-System (Joomla)

Letztes System wird mittlerweile fast überall verwendet wo man an sich eine statische Seite hat (heißt mit fest gelegtem Inhalt), allerdings keine Lust hat wegen jedem Inhalt die Navigation und allen anderen HTML-Code bzw. php-Code einzeln anfassen zu müssen, weil er entweder zu Faul ist oder einfach kein HTML kann. Hier bietet ein CMS eine wirklich tolle Alternative, denn man erreicht nicht nur die einfache Erweiterbarkeit durch neue Inhalte sondern kann auch Inhalte schnell ändern und erreicht gleichzeitig eine bestimmte Professionalität, da man das System wieder durch eine Vielzahl von freien Templates erweitern kann. Content-Management-Systemen kommen mittlerweile in jedem großen Unternehmen zum Einsatz um ihre Firmenwebseite zu gestalten, meist sind das allerdings selbstentwickelte bzw. von Fremdunternehmen entwickelte Systeme. Für Privatanwender bietet allerdings Joomla wohl die beste und eine kostenlose Variante.

Vorteile

Viele Vorteile habe ich gerade schon genannt besonders die leichte Erweiterbarkeit ist wohl der größte Pluspunkt des Systems. Im Gegensatz zu den beiden anderen Systemen hat man aber noch weitere Vorteile, zum einen ist das die Möglichkeit eine tolle dynamische Webseite zu gestalten und hat dabei keinerlei nervige Kommentarfunktionen, gerade deshalb ist ein CMS nichts für Leute die den ständigen Lob für ihre Beiträge brauchen. Aber  auch für Vereine ist es die perfekte Plattform um ihren Verein ins richtige Licht zu rücken ohne das man gleich einen professionellen Webdesigner benötigt.

Nachteile

Wenn man nicht gerade extra Kommentarfunktionen einbindet oder massig E-Mails mit bösen oder guten Kommentaren bekommt, hat man keinerlei Rückmeldung wie die Beiträge so ankommen und muss das eher mit den vielen Statistiken die einem Joomla bietet das ganze versuchen nachzuvollziehen. Gerade deshalb eignet sich das System nicht für Leute die ein ständiges Lob benötigen.

Erweiterungen (Plugins und Themes)

Ähnlich wie bei Wordpress hat man auch hier einen extra Plugins-Ordner das coole an Joomla ist die strickte Trennung zwischen Anzeige, Code und Datenhaltung in der Fachsprache MVC (Model-View-Controller) genannt, dadurch kann man neue Seiten im Joomla Module genannt schnell und gut Programmieren und sehr gut einbinden. Auch die Themes werden wieder ähnlich wie in wordpress in php programmieren. Das hat natürlich wieder den entscheidenden Nachteil das man einen Designer nur schwer an die Templates lassen kann. Naja allerdings gibt es auch Templates die es schaffen ein komplett neues Design zu schaffen ohne die php's beachten zu müssen das liegt daran das jede Komponente bzw. Seite ein Standard-Fallback hat und man so die Seite nur noch über css entsprechen Designen muss. Für mich bietet eigentlich Joomla eine sehr tolle Erweiterbarkeit wie ich sie mir bei anderen Systemen auch wünschen würde. Allerdings sollte man sich kurz mit dem MVC auseinandersetzen.

Welches System soll ich nun wählen?

Die entscheidende Frage klären wir jetzt am Schluss. Wie wir schon gesehen haben, haben alle Systeme ihre Vor- und Nachteile entsprechend sollte man sich darüber klar sein was man auf seiner Seite genau machen möchte. Am leichtesten ist wohl die Entscheidung zwischen Forum und den anderen beiden Systemen. Ein Forum lebt klar von seinen Benutzern entsprechend langt es nicht wenn man slebst alle 1-2 Wochen mal einen Beitrag verfasst und man am liebsten nur ein paar Antworten dazu möchte. Man sollte sich also nur für ein Forum entscheiden wenn man keinen Bock auf Diskussionen hat und den User nicht entsprechendes gestattet auch sollte man es vertragen können wenn mal Leute andere Meinung sind als man selbst. Zwischen Blog und CMS fällt die Entscheidung schon schwerer in der Regel gilt, wenn man eine Art Tagebuch machen möchte, oder die Beiträge einfach chronologisch geordnet angezeigt werden und dann einfach bestimmten Kategorien zugeordnet werden um später dann von Usern nach diesen wieder gefiltert zu werden muss klar ein Wordpress verwenden. Wer allerdings eine statische Seite heißt eine Seite bei der ein Beitrag genau einer Kategorie zuordenbar ist und auch über die Navigation dort abrufbar ist sollte klar ein CMS verwenden. Allerdings bietet sowohl Wordpress, CMS-Funktionen und Joomla bietet einige Blog-Funktionen, weshalb man sich nur entscheiden muss was man mehr macht wenn man mehr Blog-Funktionen nutzt und nur ab und zu eine statische Seite in die Navigation einbindet, sollte klar auf Wordpress setzen. Wer allerdings oft dynamischen Seiten gestalten bei denen er jeweils bestimmt ob sie chronologisch auf der Startseite erscheinen oder nicht sollte ein CMS-System wie Joomla verwenden, auch Seiten für bestimmte Vereine, Bars, etc. sollte man in 98% der Fälle mit einem CMS machen.

Fazit und persönliche Bitte

Wir haben gesehen das uns eine Vielzahl von Systemen eine Menge Arbeit abnehmen. Wer jetzt allerdings sofort loslegen möchte sollte einiges beachten:

1. Testet euer System das ihr gewählt habt, entweder ihr setzt das ganze erst einmal lokal auf, oder ihr macht das ganze erstmal bei einem Freehoster wie z.B. Bplaced.

2. Wenn ihr feststellt das ganze läuft auf dem Server so wie ihr euch das ganze vorstellt, solltet ihr allerdings abstand von diesen unprofessionellen Freehostern nehmen, die keinerlei eigene Domain bieten und die Seite nur mit unnötiger Werbung zuspammen. Allerdings sollte man danach aufpassen welchen Hoster man nimmt und ob dieser auch alle Funktionen bietet heißt ein php, eine MySQL-Datenbank, etc. und falls man einen interessanten Hoster gefunden hat sollte man diesen unbedingt googeln um zu schauen wie zufrieden andere Leute mit diesem Anbieter sind. Ich persönlich hoste seit mittlerweile über einem Jahr bei all-inkl und bin super zufrieden.

3. Kümmert euch um die Seite, Partner, externe Links. Eine Seite lebt von ihren Benutzern, die Seiten die auf sie verlinken und wie oft neue Inhalte verfasst werden, entsprechend solltet ihr euch um eure Seite kümmern. Wenn der Administrator sich nicht mehr um die Seite kümmern wird dieses auch sehr schnell sterben, ist bei eurem Hauptthema gerade nichts los, schaut ob ihr vielleicht irgendwelche Spezialthemen behandeln wollt, etc.

Und nun viel Spaß beim erstellen eurer Seite hier findet ihr die Links zu den entsprechenden Systemen:

Systeme

phpbb3

wordpress

joomla

Sonstige Links

all-ink.com

Bplaced

 

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